Leimholz BSH
ist ein in
mehreren Lamellen verleimtes Holz. Es ist im Grunde mit dem Konstruktionsholz
(KVH) vergleichbar. Grundlage für Leimholz im Holzbau sind Weichholzarten
wie Fichte, Tanne oder Kiefer. Leimholz wird vor der Verleimung auf unter 18 %
getrocknet und dann verarbeitet.
Es wird in 3-4 cm starken Lamellen übereinander geleimt, mit viel Druck
verpresst und hällt somit statisch viel mehr als vergleichbares Bauholz oder
KVH. Wie auch beim KVH sind die Abmessungen in 2 Zentimeterschritten in der
Breite und der Höhe verfügbar.
Es gibt bei Leimholz, das auch mit BSH (BrettSchichtHolz) abgekürzt wird,
Standardlängen von 12,00 m. Grundsätzlich ist aber im
Leimholzbau jede Länge möglich, Leimträger mit
48 m sind keine Seltenheit.
Leimholz kann auch in bestimmte Formen gebogen werden. Hierfür muß der
Leimholzhersteller eine Zulassung haben. Oft werden gebogene Leimholzträger
für große Spannweiten im Hallen- und
Messebau verwendet.
Man unterscheidet BSH in Industrie- und
Sichtqualität. Industriequalität wird für statische
Träger im Holzbau z.B. für First- oder Mittelpfetten verwendet, die in
der Regel nicht sichtbar bleiben und verkleidet werden. Für sichtbare
Konstruktionen verwendet man die Sichtqulität. Es gibt verschiedene
Festigkeitsklassen für unterschiedliche Belastungen (z.B. GL
24). Vorteile: - trocken - extrem maßhaltig - Oberfläche gehobelt - statisch extrem belastbar - einzeln foliert und verpackt - jede Länge möglich - nahezu verzugsfrei - Sonderformen möglich - hervorragende Optik - chemischer Holzschutz entfällt
Nachteile: - Fertigungs- und Lieferzeit - teuer